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Für Tzatziki benötigt man "Strangisto Jaourti": hinter diesem exotischen Begriff verbirgt
sich - leidlich eingedeutscht - "abgetropfter Joghurt". Traditionell wird zur
Herstellung frischer Joghurt in einem feinen Tuch zum "Abtropfen" aufgehängt.
Ersatzweise tut es wohl auch handelsüblicher ... Quark.
Das zweite "Muss" heißt ... Knoblauch.
Ob man die Zehen durch die Knoblauchpresse quetscht oder fein zerhackt ist
Ansichts- sprich Geschmackssache, ebenso die "Dosierung". Ob viel oder wenig
spielt zumindest bezüglich der Geruchsbelästigung keine entscheidende Rolle,
also darf es ruhig "viel" sein. Wenn Tzatziki auf den Tisch kommt sollten
wirklich alle Teilnehmer der Tafelrunde davon kosten, dann nimmt man die
Ausdünstungen der Anderen weniger intensiv wahr.
Nun sind die Gurken an der Reihe und werden üblicherweise in kleine Würfel geschnitten oder
aber auch fein geschnitzelt. Frische (Schlangen-) Gurken enthalten jedoch sehr
viel Wasser. Damit der Tzatziki letztendlich nicht von der Gabel tropft bestreut
man die zerkleinerten Gurken mit Salz und lässt sie "ziehen" - was natürlich vom
Begriff her nicht verständlich ist weil die Gurken nicht "ziehen" sondern Wasser
absondern werden. Man kann ruhig ein bisschen nachhelfen und die gesalzenen
Gurkenwürfel bzw. -schnitzel per Hand auspressen. Persönlich schnippel' ich
anstatt der Schlangengurken auch gern Gewürzgurken in den Tzatziki, die sind
"trockener" und schmecken würziger.
Nun kann man die Zutaten mit etwas Olivenöl und ein paar Spritzern Essig zusammenrühren, jedoch
nicht ohne dabei (getrockneten) Dill zu vergessen! Ja, ja, in einen richtigen
Feinschmecker-Tzatziki gehören weder Sellerie noch Petersilie (... und natürlich
erst recht keine Zwiebeln) sondern Dill ... was selbst etliche Griechen nicht
wissen bzw. ignorieren. Außerdem bedarf es einer gehörigen Prise Zucker um den
Geschmack "abzurunden". Mit dem Abschmecken sollte man nach dem ersten Rühren
wenigstens eine Zigarette lang warten, das Aroma baut sich mit einer gewissen
Verzögerung auf.
Serviert wird auf flachen Tellern, ein paar schwarze Oliven auf (nicht in!) dem Tzatziki sehen
hübsch aus und schmecken gut dazu.
Wie viel von Allem? - Keine Ahnung. Über den Daumen gepeilt kann man pro Person eine knappe
halbe Tasse Joghurt / Quark, einen Esslöffel Olivenöl, eine große Knoblauchzehe,
eine viertel Schlangengurke veranschlagen. Salz, Zucker, Essig, Dill und Oliven
je nach Geschmack. Wer sich nicht um die Kalorien schert kann auch noch einen
Löffel Majonaise in den Tzatziki rühren, verstößt damit jedoch natürlich gegen
jede Tradition ... :).
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