|
Der Winter ist vergangen,
ich seh` des Maien Schein,
ich seh` die Blümlein prangen,
des ist mein Herz erfreut.
So fern in jenem Tale,
da ist gar lustig sein,
da singt Frau Nachtigalle
und manch Wald Vögelein.
Ich geh` den Mai` zu hauen
hin durch das grüne Gras,
schenk` meinem Buhl die Treue,
die mir die Liebste war.
Und ruf`, daß sie mag kommen,
wohl an dem Fenster sta`n,
empfangen den Mai mit Blumen.
Er ist gar wohlgetan.
Er nahm sie sonder Trauern
in seine Arme blank,
der Wächter auf den Mauern
hob an sein Lied uns sang:
Ist jemand noch drinnen,
der mag jetzt heimwärts gehn.
Ich seh` den Tag aufdringen
wohl durch die Wolken schön.
Ade, mein Allerliebste,
ade, ihr Blümlein fein.
Ade, schön Rosenblume,
es muss geschieden sein.
Bis dass ich wiederkomme,
sollst du die Liebste sein.
Das Herz in meinem Leibe
das ist ja allzeit dein.
|