Valentinstag




Stets, wenn Du Dir denkst,
die Last sei zu schwer,
dann hol dir vom Himmel
einen Sonnenstrahl her.
Die Strahlen vergolden
die dunkelsten Tage,
erhellen dein Herz
und vermindern die Plage.
Und wenn grad kein Strahl
durch die Wolken bricht, dann lächle- und glaub mir:
Es strahlt Dein Gesicht!

Valentin in Sonnenschein!
Kann`s noch wunderschöner sein?
Valentin im Schneegestöber
kommt uns härter zwar und gröber,
doch das macht mir gar nichts aus.
Ich habe Sonnenschein im Haus:
Mein Vielliebchen, brav und fein,
soll der Sonnenschein mir sein.
Einen Kuss nach altem Brauch,
und der Himmel strahlt und auch!

Lebe froh und lebe Glücklich
wie ein Prinz, so erquicklich.
Lebe sorglos wie ein Scheich
in der Wüste, jung reich.
Lebe auch, mein lieber Bengel,
ohne Sünde wie ein Engel,
meide Spiel und Alkohol,
und dir geht`s im Leben wohl!
Liebe brauchst du nicht zu meiden!
Eine gibt`s, die mag dich leiden.
Ob du arm bist oder reich:
Sie mag dich! Du bist ihr Scheich.

Heute wünsche ich dir,
was Liebe wünschen kann:
Sei glücklich! Nimm von mir
mein Herz voll Liebe an!

Zu dir ziehts mi hin,
wo i geh und wo i bin;
hab kei Rast und hab kei Ruh,
bin a trauriger Bua.
Wenn i Wölkerl au bitt:
"Nehmts mi auf, nehmts mi mit",
fliegens fort mit em Wind
und lassen traurig mi dahint!
Und i weiß no wie heut,
`s hat der Mond so schön gescheint,
bist no gsesse bei mir,
eh i fort bin von dir:
hast mi druckt bei der Hand,
hast mer naus zeigt ins Land,
hast dei Köpferl an mei gloind,
und hast so bitterli gwoint.
"Bhüt di Gott, lieber Bua,
hast mer gnomma all mei Ruh;
was d`mi alles bist gwest,
sag i direrst, wenn du gehst".
Wies mer das hot gsagt,
hots mei Herzerl gwaltig packt,
han i d`Augerl zugruckt
und han die Träne verschluckt.
Bin gar weit umme grennt
in der Welt ohne End;
han di gsucht her und hin,
find kei Dirndl meh wie di!
Jedem Baum han i gsagt,
jeden Bach han i gfragt:
Wies der geht und wies der is
und ob du denkst no an mi gwiß.

Es muss was Wunderbares sein
ums Loeben zweier Seelen!
Sich schließen ganz einander ein,
sich nie ein Wort verhelen!
Und Freud` und Leid, und Glück und Not
so miteinander tragen!
Vom ersten Kuss bis in den Tod
sich nur von Liebe sagen!

Ich will`s dir nimmer sagen,
wie ich so lieb dich hab,
im Herzen woll ich`s tragen,
will stumm sein wie das Grab.
Lein Lied soll`s dir gestehen,
soll flehen um mein Glück;
du selber sollst es sehen,
du selbst- in meinem Blick.
Und kannst du es nicht lesen,
was dort so zärtlich spricht,
so ist`s ein Traum gewesen:
dem Träumer zürne nicht!

Du fragst mich unter heißen Küssen,
warum wir leben, lieben müssen,
warum so früh die Locke bleicht?
O ahn es jetzt in süßem Beben:
ein schweres Rätsel ist das Leben,
allein die Liebe löst es leicht!

Immer und ewig
liebe ich Dich.
Ewig und immer
zögere ich.
Es dir zu sagen
traut` ich mich nicht.
Nun schick ich heute
dir dieses Gedicht!

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