Friedrich Schiller




Oh dass sie ewig grünen bliebe,
die schönste Zeit der jungen Liebe.


O zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,
der erste Liebe goldne Zeit!
Das Auge sieht den Himmel offen,
es schwelgt das Herz in Seligkeit.


Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
wo Starkes sich und Mildes paarten,
da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

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