Hochzeit
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Edler Bräutigam! Schöne Braut! Heute wurdet Ihr getraut. Drum Ihr Hochbeglückten beide überlasst Euch ganz der Freude. Das Gefühl, an dem Ziel sich zu sehen, gibt Seligkeit. Wandelt dann mit frohem Sinn durch die Welt auf Rosen hin. Macht den Himmel Eurer Liebe je ein kleines Wolkchen trübe, sehr Euch an, küsst Euch dann- und das Wölkchen wird enfliehn! Eure Liebe welke nie, wie der Efeu grüne sie; oh, sie schenkt Euch, treue beide, noch im Greisenalter Freude. Immer sei Lieb`und Treu` Eures Lebens Führerin. Treue, Lieb`und Häuslichkeit, oh, wer diesen ganz sich weiht, nie zu hoch die Wünsche spannt, Eitelkeit und Stolz verbannt; fühlet doch Freunden noch da, wo andere trostlos sind. |
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Ihr habt Euch getraut, seid nun Bräutigam und Braut. Jetzt geht Ihr zusammen auf der Lebensbahn. Bleibt immer vereint! Dies wünscht Euch Euer Freund. |
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Vom Himmel kam ich in die Stadt, weil irgend jemand Hochzeit hat. In diesem Hause soll es sein, drum stell ich mich als Engel ein, dem Brautpaar lieb zu gratulieren. Sie sollen eine gute Ehe führen von heute an wohl 60 Jahr, wenn das gelingt, wär`s wunderbar. Dies ist die Botschaft, die zur Nacht vom Himmel ich hab mitgebracht. Sonst hab ich nichts. Auch die Geschenke hab ich vergessen, und ich denke vor Aufregung kann das passieren, und besser, als den Kopf verlieren ist`s allemal! Bleibt immer heiter... O je, jetzt weiß ich nicht mehr weiter, und... ich vergeß noch in der Eile die letzte Silbe dieser... dieser... Zeile! |
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Eure Hochzeitssonne scheint. Wir hoffen, dass Ihr es ehrlich meint. Wenn wir nach zwei, vier, acht, zehn- Jahren Euch wiedersehn, Hoffen wir, dass wir Euch dann noch verstehn. Und wenn Ihr dann- hinterher, zu zweit- noch glücklicher als mit uns seid, noch gleich verliebt nach Probezeit, voll doppelter Freude mit halben Leid, dann freut uns Freunde das sehr. Dann sollen sich Hände wie heute fassen. Wir treten respektvoll zurück: Eine Zweitwelt wird von Stapel gelassen. Mit Gott! Viel Glück! |
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Trinkspruch auf das Brautpaar Ihr seid nun eins, Ihr beide, und wir sind mit Euch eins. Trinkt auf der Freude Dauer ein Glas des guten Weins! Und bleibt zu allen Zeiten einander zugekehrt, durch Streit und Zwietracht werde |
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O wie lieblich, o wie schicklich sozusagen herzquicklich ist es doch für eine Gegend, wenn zwei Leute, die vermögend, außerdem mit sich zufrieden, aber von Geschlecht verschieden, wenn nun diese, sage ich ihre dazu nötigen Papiere sowie auch die Haushaltssachen endlich mal in Ordnung machen und in Ehren und beizeiten hin zum Standesamte schreiten, wie es denen, welche lieben, von Gesetzte vorgeschrieben, dann ruft jeder freudiglich: Gott sei Dank! Sie haben sich! |
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Das ist die rechte Ehe, wo zweite sind gemeint, durch alles Glück und Wehe, zu pilgern treu vereint: der eine Stab des andern und liebe Last zugleich, gemeinsam Rast und Wandern, und Ziel das Himmelreich. |
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Segenswünsche für das Brautpaar Mit viel Liebe und mit Küssen soll das Leben euch verfließen, bis der schöne Tag erscheint, der für immer euch vereint. |
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Der holden Braut Der holden Braut zu Ehren ein volles Glas zu leeren wird niemand mit verwehren; auch stimmen alle fröhlich ein: die schöne Braut soll glücklich sein! |
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Beneidenswerter Bräutigam Traun! Der Mann ist Neides wert, dem sein Gott ein Weib beschert, schön und klug und tugendreich, sonder Falsch, den Täublein gleich. Seiner Wonne Maß ist groß, seine Ruhe wechsellos; denn kein Kummer nagt den Mann, den solch Weiblein trösten kann. Gleich des Mondes Silberblick lächelt sie den Gram zurück, küsst des Mannes Tränen auf, streut mit Blumen seinen Lauf. |
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Versprochen mit einem Engel Beschützt von einem Engel, so ziehst du nun durchs Land. Es gab ein wilder Bengel dem Engel seine Hand. Er schwur dem Engel einsam die Treu´, und das ist schön; weil beide nun gemeinsam durchs Eheleben gehn! |